Saubere Leistung auf der A99 - Wirtgen-Hochleistungsfräsen sanieren Autobahn

Rechtzeitig vor Beginn der Fußball-EM 2008 in Österreich und der Schweiz wurde die „Einflugschneise“ nach Salzburg und Innsbruck, die Autobahn A 99 im Osten von München, auf einer Länge von 4,15 km komplett saniert. Dazu waren zunächst beeindruckende 70.000 m² Asphaltbelag und HGT abzufräsen – in nur 4 Tagen. Um diesen Power-Job zuverlässig und termingerecht zu erledigen, waren die leistungsstärksten Kaltfräsen am Markt gefragt – die Hochleistungsfräsen W 2200 bzw. W 2100 von Wirtgen.

Dauereinsatz für Hochleistungsfräsen

Zunächst musste auf der gesamten Strecke das 26 cm starke Asphaltpaket (d.h. knapp 18.000 m³ Asphalt) entfernt werden. Weiterhin sah das Leistungsverzeichnis vor, rund 13.500 m³ HGT zu entfernen. Davon waren etwa 30.000 m² in einer Stärke von 15 – 20 cm auszufräsen. Auf der restlichen Fläche war die HGT nur 10 cm tief abzufräsen.

Wegen der anhaltend hohen Rohstoff- und Ölpreise handelt es sich beim granulierten Asphalt ebenso wie bei der HGT um wertvolle, recycelbare Baustoffe.

Dies ist einer der Gründe, warum die einzelnen Asphaltschichten unterschiedlicher Qualitäten sowie das Material aus der HGT getrennt gefräst und verladen wurden. Die hohe Präzision der Wirtgen-Nivellierautomatik ermöglichte eine exakte Einhaltung der Frästiefe und damit die saubere Trennung der Baustoffe.

Für den Ausbau der rund 18.000 m³ Asphalt und 13.500 m³ HGT standen nicht ganz 100 Stunden zur Verfügung. Deshalb entschieden sich die ausführenden Firmen für den Einsatz der Wirtgen-Hochleistungskaltfräsen W 2200 und W 2100. Zum Abtransport der enormen Fräsgutmengen waren während der vier Tage und Nächte 55 Lkw rund um die Uhr im Einsatz.

Hochleistungsfräsen wirtschaftlich einsetzen

Wenn es darum geht, große Flächen auf Autobahnen, Flughäfen oder Industriegeländen zu fräsen und ein ungehinderter und kontinuierlicher Betrieb der Maschinen möglich ist, sind Hochleistungsfräsen die wirtschaftlichsten Maschinen.

Vor allem in Ländern mit hohen Löhnen und Kraftstoffpreisen ist der Einsatz solcher Hochleistungsfräsen schon ab einem Bauvolumen von 1.500 m³ im Vollausbau bzw. ab 40.000 m² Deckschicht-Fräsen die wirtschaftlichere Lösung. Der Einsatz kleinerer Kaltfräsen kann bei derartigen Aufträgen mit höheren Betriebskosten pro m³ Asphalt verbunden sein. Die wichtigsten Gründe für die Wirtschaftlichkeit der Hochleistungsfräsen sind:

  • Weniger Personalkosten
    Eine Hochleistungsfräse wird wie eine kleinere 2 m-Maschine von zwei Personen bedient. Durch die kürzere Einsatzzeit ergeben sich geringere Personalkosten pro m³ Fräsgut.
  • Höhere Fräsleistung bei geringerem Dieselverbrauch
    Setzt man den Dieselverbrauch ins Verhältnis zur Fräsleistung, zeigt sich, dass die Hochleistungsfräsen verbrauchsgünstig sind. Analysen zeigen, dass sie pro gefrästem Kubikmeter weniger Diesel benötigen als kleinere Kaltfräsen.
  • Geringere Verschleißteilkosten
    Eine Hochleistungsfräse benötigt für derartige Aufträge deutlich weniger Rundschaftmeißel als Mittelklassemaschinen. Der Grund sind die größeren Maschinenvorschübe. Sie erzeugen weniger Reibverschleiß am Rundschaftmeißel pro Kubikmeter Fräsgut.



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